Bereits am Sonntag sind die Schülerinnen und Schüler der spanischen Partnerschule IES María Cabeza Arellano Martínez aus Mengíbar im Rahmen des Erasmus+-Programms in Deutschland angekommen. Am 11. Juni 2026 fanden für die Gruppe zwei Unternehmensbesichtigungen bei der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG sowie der Siempelkamp Giesserei GmbH in Krefeld statt.
Die Besichtigungen boten den Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die industrielle Praxis eines international tätigen Technologieunternehmens. Die Siempelkamp Gruppe ist seit 1883 als Technologieausrüster und Systemlieferant in den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Gusstechnik sowie Nukleartechnik tätig. Darüber hinaus entwickelt und realisiert das Unternehmen komplette Anlagen für die Holzwerkstoffindustrie, die Metallumformung sowie die Composite- und Gummiindustrie.
Ein besonderer Schwerpunkt der Besichtigungen lag auf der Siempelkamp Giesserei GmbH, einer der größten Handformgießereien weltweit. Dort werden Gussteile mit einem Stückgewicht von bis zu 320 Tonnen gefertigt – ein aktueller Weltrekord. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Technologien im Sinne des unternehmensinternen Ansatzes „Intelligent Engineering“ verdeutlicht die zentrale Rolle von Innovation und Optimierung in der industriellen Produktion.
Neben der technischen Dimension wurde auch die Bedeutung der beruflichen Ausbildung hervorgehoben. Siempelkamp bietet seit Jahren eine Ausbildung auf hohem Niveau und wurde mehrfach von der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein als einer der besten Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet.
Ein besonderer Dank gilt Sascha Möhles (stellvertretender Ausbildungsleiter im gewerblich-technischen Bereich) sowie Eugen Müller (Ausbildungsleiter der Siempelkamp Giesserei GmbH), die den Teilnehmenden die komplexen Produktionsprozesse anschaulich und detailliert erläuterten.
Insbesondere das Gießen von flüssigem Eisen stellte für die Schülerinnen und Schüler ein eindrucksvolles Erlebnis dar.
Begleitet wurde die Gruppe von den Lehrkräften Nora Barth, Thomas Böhmer und Robin Bergener.
Die Veranstaltung leistete einen wichtigen Beitrag zur internationalen Zusammenarbeit und zur praxisnahen Berufsorientierung im Rahmen des Erasmus+-Programms.




