Auslandspraktikum bei APPLE in Cork
Einmal im Ausland leben - Diesen Traum haben viele junge Berufsanfänger. Für Tobias Roosen, Auszubildender des BKU, wurde dieser Anfang des Jahres 2013 wahr: Er wohnte und arbeitete für einen Monat in der Stadt Cork an der Südküste Irlands.
"Dieser Auslandsaufenthalt war für mich eine Erfahrung fürs Leben", fasst der 21-jährige Elektriker für Automatisierungstechnik seine Eindrücke zusammen. Er war mit dem Leonardo-da-Vinci-Mobilitätsprogramm „ProVero“ in Cork und ist sich sicher, dass ihn die in dieser Zeit gewonnene Lebenserfahrung auch zu Hause weiterbringt.
Erst die Sprache, dann die Arbeit
Eine neue Sprache lernen bzw. vertiefen, die in der Berufsausbildung erlernten Fähigkeiten im Ausland unter neuen Bedingungen einsetzen und fern der Heimat Freunde finden - das alles erwartete ihn vor der Teilnahme an dem von der EU-geförderten Austauschprogramm Leonardo- da- Vinci. Das Programm begann Ende 2012 mit einem Vorbereitungstag bei der Organisation ARBEIT UND LEBEN in Düsseldorf. Im Januar 2013 hieß es dann endlich Koffer packen und ab auf die Insel. Dort erwartet ihn zuerst ein einwöchiger Sprachkurs. Der 21-jährige versichert: "Unsere Lehrerinnen gestalteten den Unterricht sehr sinnvoll, so dass man in kurzer Zeit sehr viel lernen und sich bereits ganz gut in Englisch verständigen konnte."
Auf den Sprachkurs folgte das dreiwöchige Praktikum in einem Betrieb in Cork. Zu seinem großen Glück, so ließ er uns später wissen, bekam er einen Praktikumsplatz bei der Firma "Apple", die in dieser Stadt ihren Hauptsitz für Europa hat. "Es war interessant, die in Deutschland gelernten Fähigkeiten erstmals unter ganz neuen Bedingungen und Gesichtspunkten zu sehen und einiges Neues dazu zu lernen. Beruflich habe ich das Arbeiten im Ausland kennen gelernt und einen neuen Bereich erschlossen, der mir bis dato unbekannt war. Auch privat hat mir der Aufenthalt neue Wege gezeigt. Es war unglaublich schön, Menschen aus den verschiedensten Ländern und Nationen kennen zu lernen, mit ihnen zu leben, sich auszutauschen und sich mit ihnen anzufreunden. Und eins soll nicht vergessen werden, es gibt nichts über ein schönes Bier mit Freunden in einem irischen Pub", erzählt der gelernte Automatisierungstechniker.
Der Schüler absolvierte sein Praktikum in einer Elektrofirma, die für die elektronische Abwicklung in dem großen Gebäudekomplex von Apple zuständig ist. Hier gewann er Einblicke sowohl in den Fertigungsbereich wie auch in den Produktionsbereich. Er bekam die Gelegenheit, in die Software-Entwicklung hineinzuschauen sowie bei der Elektroinstandhaltung und Wartung des gesamten Gebäudekomplexes mitzuhelfen.
Das Leonardo-da-Vinci- Mobilitätsprogramm vermittelt den Schülern/innen internationale Kompetenzen und Berufsperspektiven, fördert die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse (Sprachkurse vor Ort) und bietet eine gute Grundlage, die persönlichen Fähigkeiten in einem interkulturellen Umfeld zu entwickeln und zu verbessern.
Vollzeitschüler/innen und Auszubildende in der beruflichen Erstausbildung können an diesem Programm teilnehmen und erhalten nach Ende des Auslandsaufenthaltes sowohl ein Praktikumszertifikat wie auch den europass Mobilität.
Weitere Informationen unter: www.aulnrw.de/de/hauptmenu/jugendbildung/berufspraktika-in-europa/