Was haben Mottensäckchen, Teemischungen und Parfüms gemeinsam? Viele dieser Produkte enthalten Bestandteile des Lavendels, der charakteristisch riechenden Pflanze, die im Süden Frankreichs die Provence in ein weites, blaues Farbenmeer verwandelt.
Genau dieser Lavendel stand im Mittelpunkt des Projekttages an der UNI Bochum
So untersuchten die 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aus welchen Komponenten das Lavendelöl zusammengesetzt ist. Zudem erzeugten sie die Hauptkomponente des Lavendelöls künstlich im "Reagenzglas".
Ziel dabei war, dass die Schülerinnen und Schüler die chromatographischen Verfahren der Dünnschicht- und Gaschromatographie auf experimenteller Ebene kennen lernten. Sie synthetisierten arbeitsteilig Linalylacetat, die Hauptkomponente des Lavendelöls und ein Vertreter aus der Stoffklasse der Ester, unter verschiedenen Reaktionsbedingungen.
Von den Schülerinnen und Schülern wurde das Projekt im Schülerlabor sehr positiv bewertet, weil es möglich war, in Partnerarbeit über eine längere Zeit in nahezu eigener Verantwortung eine Versuchsreihe mir erheblichem experimentellem und apparativem Aufwand durchzuführen. So wäre das im Rahmen des normalen Chemieunterrichts überhaupt nicht möglich, weil hier a) engere Zeitgrenzen durch den Stundenplan bestehen und b) die Ausstattung und räumliche Voraussetzung für so viele 2-er Gruppen nicht vorhanden ist. Eine Teilnahme an weiteren Projekttagen wurde gewünscht.
Der Tag fand statt im Rahmen der regelmäßigen Kontaktarbeit des Technischen Gymnasiums zu den Universitäten und Firmen der Umgebung. Zudem soll dadurch die Berufsorientierung gefördert werden.
Zudem wird dadurch der MINT-Schwerpunkt (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) am BKU mit Leben gefüllt
Organisiert und begleitet wurde die Fahrt von Stefan Cloerkes und Michael Schlomberg, den Fachlehrern LK Chemie.
Geleitet wurde das Projekt von angehenden Lehrern und Lehrerinnen der UNI Bochum.





