In der Zeit vom 16.11. bis zum 20.11. nahmen 23 Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichsten Bildungsgängen des Berufskollegs Uerdingen gemeinsam mit den beiden Religionslehrkräften Herr Fürhoff und Herr Bushe an der Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz in Polen teil.
Nach der Ankunft am Flughafen in Katowice ging es für die Gruppe mit dem Bus in den Ort Oświęcim welcher zur Zeit des Nationalsozialismus von den Deutschen in Auschwitz umbenannt wurde. Am Nachmittag ging es für die Gruppe in den Stadtkern von Oświęcim. Dort wurde das Jüdische Museum und die angrenzende Synagoge besucht. Im Anschluss wurden bei einer Stadtführung andere wichtige Orte der Stadt besucht
Am Zweiten Tag wurde die Gruppe durch das Konzentrationslager Auschwitz I, auch Stammlager genannt, geführt. Die Führung begann vor dem bekannten Eingangstor mit der Aufschrift ‘‘ARBEIT MACHT FREI“ und es wurde über den Aufbau des Lagers sowie die Lebensumstände der Häftlinge gesprochen. Am Nachmittag konnten die Schüler auf eigene Faust durch die einzelnen Länderaustellungen gehen, um genauere Eindrücken zu bekommen.
Am nächsten Tag wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besichtigt. Um einen Eindruck von dem Ausmaß und der Größe des Komplexes zu bekommen ging es für die Gruppe in den Turm der Hauptwache oberhalb des Einfahrtstores. Anschließend wurden die noch vorhandenen Baracke für Frauen, Männer und Kinder und die Überreste der von den Nazis in die Luft gesprengten Gaskammern und Krematorien besichtigt.
Am Nachmittag des dritten Tages im Harmęże Kloster der Franziskaner-Minoriten die Ausstellung von Marian Kolodziej, einem ehemaliger KZ Auschwitz Häftling, besucht.
Am vierten Tag ging es für die Gruppe früh morgens mit dem Bus nach Kraków. Dort wurde das jüdische Viertel mit der Remuh-Synagoge besichtigt und andere Denkmäler der Stadt, wie zum Beispiel die Wawel-Kathedrale. Der Abend endete für die Gruppe mit einem traditionellen polnischen Abendessen in einem kleinen Restaurant.
Am letzten Tag traf die Gruppe im jüdischen Museum Galizien die Zeitzeugin Lidia Maksymowicz. Lidia Maksymowicz kam am 4. Dezember 1943 im Alter von drei Jahren mit ihren Großeltern und ihrer Mutter in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und überlebte, wie sie selbst sagte, nur durch glückliche Zufälle.
Die Studienfahrt war für alle eine sehr lehrreiche und interessante Zeit. Es war überwältigend, die Größe von Auschwitz und seinen Lagern einmal mit eigenen Augen zu sehen. Den Opfern des Nationalsozialismus ist dort ein unglaubliches Leid wiederfahren und am Ende der Fahrt bestand unter allen Teilnehmern Einigkeit darüber, dass solche Verbrechen gegen die Menschheit sich niemals wiederholen dürfen.