Erasmus + Internship abroad at BKU: Join in – join us
In year 2018/19 nine students of Berufskolleg Uerdingen joined the programme and lived and worked abroad for some weeks during their apprenticeship. Two of them went to Belfast, GB and seven students went to Sevilla in Spain.
Curious? – Well read on and you can find out …
Mehr Infos hier - auf Deutsch ;-)
Info und Kontakt am BKU: Frau von Reis
Email: rosie.vonreis@bkukr.de
Ein Erfahrungsbericht: Auslandspraktikum in Belfast
Im März 2019 haben wir (Lena & Vanessa, Auzubis Chemikantinnen) ein 3-wöchiges Auslandspraktikum in Belfast absolviert. Wir haben uns für dieses Praktikum entschieden, um ein anderes Land, eine andere Kultur und die Unterschiede in der Arbeitswelt kennenzulernen. Während unseres Aufenthaltes haben wir in zwei verschiedenen Gastfamilien gelebt, um unsere Sprachkenntnisse zu verbessern und so auch direkt am Leben einer nordirischen Familie teilzunehmen. In der ersten Woche haben wir eine Sprachenschule besucht, in der wir mit Leuten aus verschiedenen Ländern gemeinsam gelernt haben. Ab der zweiten Woche haben wir dann in zwei verschiedene Betriebe gewechselt. Lena absolvierte ihr Praktikum in einem Betrieb, der Tiernahrung produziert und Vanessa in einem Betrieb, der Bleechinggel herstellt. Während dieser 2 Wochen haben wir festgestellt, dass die irische Arbeitsmoral sich von der deutschen Arbeitsmoral unterscheidet. Das Betriebsklima war sehr locker und infomeller. Der Chef in Vanessas Betrieb hat zum Beispiel jede Pause mit seinen Mitarbeitern verbracht um die Beziehungen zu pflegen. Somit wurde das Gefühl vermittelt, dass alle auf einer Ebene stehen und auch Ideen mit einbringen können. Des Weiteren sehen die Nordiren das Thema Pünktlichkeit nicht so eng wie die Deutschen, denn wenn man aus verständlichen Gründen zu spät kommt, wird das nicht sofort als negativ bewertet.
Am Anfang unseres Praktikums hatten wir teilweise Probleme unsere Arbeitskollegen und Gastfamilien zu verstehen, da sie einen Akzent haben. Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung und Akklimatisierung haben sich die Verständnisprobleme jedoch gelegt.
Auch in unserer Freizeit waren wir sehr positiv von Nordirland und Irland überrascht. Die Menschen, denen man in der Stadt begegnet ist, waren sehr offen, freundlich und hilfsbereit. Wir haben auch zwei große Ausflüge gemacht, bei denen wir uns die berühmtesten Landschaften in Nordirland und Irland angeschaut haben (Giant´s Causeway und Cliffs of Moher). Es war sehr beeindruckend. Nach der Arbeit sind wir dem typischen britischen Klischee nachgekommen und haben uns auf ein Guinness im Pub getroffen und den Abend ausklingen lassen. Was bei unseren Ausflügen auch nie fehlen durfte, war eine Regenjacke, da ein Schirm aufgrund des Windes nicht geschützt hat.
An sich hatte Belfast viel für die Freizeitgestaltung zu bieten. Es gab zum Beispiel Cafés, unterschiedliche Shoppingmöglichkeiten so wie Street Art und Sehenswürdigkeiten (Titanic Belfast, Queens University Belfast mit den Botanic Gardens). Ebenso konnte man immer noch den Konflikt zwischen den Katholiken und Protestanten erkennen und spüren, da es bestimmte Straßen und Viertel gibt, die abends abgesperrt werden und von der jeweils anderen Partei vermieden werden. Außerdem gibt es teilweise immer noch Ausschreitungen. Trotz allem sind Touristen herzlich willkommen und werden auch dementsprechend behandelt.
Abschließend sind wir gestärkt aus diesem Praktikum gegangen. Wir haben viele neue Erfahrungen gesammelt und konnten unsere Sprachkenntnisse verbessern. Dazu sind wir selbstständiger geworden, sowohl in der Arbeitswelt als auch im Privatleben.