Metallkunde praktisch - Learning by Doing

Auch angehende Abiturienten/innen (Ingenieurwissenschaften) arbeiten in der Werkstatt

Was für die Schüler/innen aus der Berufsfachschule und der Höheren Technikschule selbstverständlich ist, gehört am BKU auch zum Programm der angehenden Abiturienten/innen mit dem Schwerpunkt Ingenieurwissenschaften: die praktische Arbeit in der Metall-Werkstatt.

Hier wird im Wahlpflichtbereich eine Doppelstunde in der Woche gefeilt, gebohrt, gefräst oder angerissen. Die Schüler/innen lernen den Umgang mit Stahl, Aluminium, Messing und Eisen nicht nur theoretisch im Fachunterricht, sondern können hier konkret mit den angemessenen Werkzeugen die Bearbeitung erlernen.

Dabei steht Projektarbeit als Methode im Vordergrund. So sagt der betreuende Lehrer Thorsten Noy: "Den Schüler/innen macht es mehr Spaß, wenn die  - oft mühsame - Arbeit sich lohnt und sie am Schluss ein fertiges Werkstück in den Händen halten". So fängt das Ganze an mit der Herstellung eines Klebebandabrollers, dessen Einzelteile zunächst gefertigt werden, bevor es an den Zusammenbau geht. Hier ist Genauigkeit gefragt, sonst passen die Teile nicht zusammen oder die Schraube passt nicht in ein Gewinde, das vorher selber mit einem Gewindebohrer aus dem Metall geschnitten werden musste.

Besonders anspruchsvoll ist dann das Projekt, bei dem es um die Herstellung eines Flugzeugmodells aus Metall geht.

Für die angehenden Abiturienten/innen der Stufe 13 ist dieser Fachpraxis-Unterricht eine wichtige Erfahrung -  so sagt eine Teilnehmerin: "ich musste mich erst mal daran gewöhnen, mit Metallen praktisch zu arbeiten und dann dabei auch noch sehr genau zu sein - die zwei Stunden Werkstatt pro Woche sind aber eine wichtige Ergänzung zum theoretischen Unterricht".