Sonntagmorgen ging es los, die komplette dreizehnte Stufe des BKU machte sich auf den Weg zum Heiligenhof in Bad Kissingen, um dort für drei Tage einem politischen Planspiel und einem Besuch der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Buchenwald beizuwohnen. Die Besonderheit an dieser Studienfahrt: Wir hatten bei der Kursfahrt Unterstützung von rumänischen Schülern, die aus Hermannstadt angereist waren, um mit uns zusammen das Seminar zu besuchen.
Sonntagabend war unsere Aufgabe, uns etwas mit den Rumänen bekannt zu machen, da es Montagmorgen direkt mit dem Planspiel losging.
Wir wurden Montagmorgen in zwei Seminargruppen eingeteilt, jeweils die Hälfte der Rumänen und die Hälfte der Deutschen durften nun zusammenarbeiten. Zwei Seminarleiter gaben eine Einführung in das Thema. Da es im Planspiel um die europäische Flüchtlingskrise ging, konnten wir erst einmal unsere Kenntnisse über die Europäische Union vertiefen: Welche Länder und wie viele sind eigentlich Mitglied in der EU? Welche Staaten nutzen den Euro als Währung? Welche Organe hat die EU und wofür sind sie verantwortlich?
Nachdem diese grundlegenden Dinge geklärt waren ging es mit dem eigentlichen Planspiel los. Wir bildeten einen etwas verkleinerten EU-Ausschuss der Außenminister, um mit einigen sehr aufschlussreichen Unterlagen über einen gestellten Antrag zu „einer gemeinsamen Strategie zur Lösung des Flüchtlingsproblems in Europa” zu diskutieren.
Nach einer hitzigen Diskussion und mehreren Abstimmungen, konnte man sich dann am Dienstagabend auf einen gemeinsamen Krisenplan einigen.
Im Anschluss wurden wir mithilfe eines Kurzreferats und zwei Dokumentationen auf die anstehende Exkursion vorbereitet.
Am frühen Mittwochmorgen fuhren wir dann nach Weimar und anschließend nach Buchenwald. Für viele, die noch nie die Gedenkstätte eines Konzentrationslagers besucht hatten, saß der Schrecken vergangener grausamer Taten tief und es herrschte eine bedrückende Stimmung. Die Besichtigung wurde von den deutschen und rumänischen Schülern gespannt verfolgt und es wurden bis zu Abreise viele Fragen beantwortet.
Am letzten Abend hatten die rumänischen Schüler einige Volkstänze zum Abschied vorbereitet, die zu einer gemeinsamen Abschlussfeier überleiteten.
Und auch Donnerstagmorgen waren die meisten von den Rumänen schon etwas früher aufgestanden, um uns Deutsche zu verabschieden.
Alles in allem hat man während dieser kurzen Woche einen sehr, sehr guten Einblick in die vergangene und aktuelle europäische Politik bekommen. Es war auf jeden Fall die Erfahrungen wert und alle haben einiges dazu gelernt.
Das Seminar wurde seitens des BKU geplant und begleitet von den Kollegen/innen Tino Hädicke, Leandra Karsjens und Frauke Rohlfs