Jugend forscht: Warum brennt Alkohol im Hals?

Projekt überzeugt Jury - Schülerinnen des Technischen Gymnasiums gewinnen 2. Preis beim Regionalwettbewerb Niederrhein

Man kennt es: alkoholische Getränke mit größerem Alkoholanteil verursachen im Hals ein brennendes Gefühl. Warum? Dieser Frage sind Lena Boemanns, Carina Franken und Liane Gescher aus dem Leistungskurs Chemie TG21 des Technischen Gymnasiums, TG, bei ihrem jugend forscht Projekt nachgegangen. Sie überprüften in mehreren Experimenten, wie sich Würfel aus Roter Bete in verschiedenen Alkohollösungen (und Getränken) verhielten.
Sie konnten photometrisch zeigen, dass die Zellwände in der Roten Bete durch Alkohol angegriffen werden und den roten Farbstoff freigeben. Und dies umso mehr, je höher die Alkoholkonzentration ist. Mit dieser Idee und den quantitativen Versuchsreihen zur zellschädigenden Wirkung von Alkohol konnten die 3 Schülerinnen bei der Präsentation die Jury überzeugen und einen 2. Preis im Fachbereich Biologie gewinnen. 
Mit großer Freude nahmen die angehende Abiturientinnen die Urkunde bei der Siegerehrung am 24. Februar im Krefelder Seidenweberhaus aus den Händen des Wettbewerbsleiters, Herrn Popovic, entgegen. Immerhin beteiligten sich diesem Jahr über 400 Teilnehmer/innen mit etwa 210 Projektarbeiten am Wettbewerb.

Aber noch 2 weitere Gruppen des TG nahmen erfolgreich teil: Lena Brouwers und Lars Treichel aus der TG31 untersuchten des Gehalt von Salizylsäure in Gesichtwassern. Immerhin 2% dürfen da enthalten sein. Die beiden Jungforscher konnten zeigen, dass dieser Grenzwert eingehalten wird, dass es aber auch Gesichtswasser gibt, die auf Salizylsäure verzichten. Durch das Anfärben der Proben war es möglich, die Farbintensität zu messen und den Gehalt zu bestimmen.

Dennis Rode, Andre Stocks und David Yaman aus der TG21 wollten wissen, ob Tütensuppen mehr Salz enthalten (und damit ungesunder sind) als entsprechende Suppen, die sie von ihren Müttern und Omas nach Hausfrauenart herstellen ließen. Der Umstand, dass Salz nach Zugabe von Silberlösungen fest wird und ausfällt, war die Grundlage für ihre Versuchsreihe. Bei vielen Titrationen verfolgten sie die Leitfähigkeit der Lösung und konnten so den Nachweis bringen, dass in der Tat Tütensuppen salzhaltiger sind als selbstgemachte.

Alle Schülergruppen hatten sich in den letzten Monaten nachmittags im Chemielabor außerhalb ihrer Unterrichtszeit intensiv mit ihren experimentellen Projekten befasst. Das eigenständige Erarbeiten von komplexeren experimentellen Fragestellungen wird durch die breit gefächerte Ausstattung in den Laboren des BKU ermöglicht. Diese konnte angeschafft werden durch Zuwendungen vor allem von der Bayer Schulstiftung, aber auch durch Spenden der Sparkasse Krefeld und der Volksbank Krefeld als Anerkennung für erfolgreiche Projekte.

Betreut wurden die Arbeiten vom LK-Chemielehrer, Herrn Cloerkes.

Das Technische Gymnasium ermöglicht schon sei einigen Jahren seinen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme an "Jugend forscht", um so Jugendliche und junge Erwachsene zu fördern, die besonders an Naturwissenschaft und Technik interessiert sind. 

So haben in den letzten 4 Jahren 9 Gruppen aus dem Bildungsgang Chemie/Biologie des Technischen Gymnasiums am "jugend forscht" Regionalwettbewerb teilgenommen. 5 (!) Preise gingen dabei ans BKU.

<link http: www.unternehmerschaft-niederrhein.de bildung jugend-forscht was-ist-jugend-forscht _blank>Infos zum Regionalwettbewerb gibt es hier