Die Stiftung unterstützt außergewöhnliche technische und naturwissenschaftliche Unterrichtsinitiativen an Krefelder Bildungseinrichtungen. Thimo V. Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftungen, betonte am 24. September bei der symbolischen Spendenübergabe im Gymnasium Horkesgath: „In den ausgezeichneten Projekten fördern engagierte Lehrer vorbildlich die Begeisterung ihrer Schüler für technologische Fragestellungen, naturwissenschaftliche Phänomene und wissenschaftliche Verfahrensweisen. Bei der Aufnahme in das Bayer-Schulförderprogramm setzen wir vor allem auf die Kriterien Erfindergeist und Innovationskraft – denn diese sind seit 150 Jahren auch in unserem Unternehmen die Grundvoraussetzung für langfristigen Erfolg.“
Krefelds Oberbürgermeister Gregor Kathstede, ebenfalls bei der Spendenübergabe zu Gast, ergänzte: „Es freut mich, dass den Schülerinnen und Schülern anhand attraktiver Lernkonzepte aufgezeigt wird, welche beruflichen Perspektiven die Bereiche Technik und Naturwissenschaften bieten. Davon profitieren die Jugendlichen selbst ebenso wie der Standort Krefeld durch vielseitig und gut ausgebildete Nachwuchskräfte.“
Projekte des Technisches Gymnasiums und von KReMINTec gefördert
Stoffgemische in möglichst einheitliche Inhaltsstoffe zwecks Identifizierung oder mengenmäßiger Bestimmung aufzutrennen – dies erlaubt das Verfahren der Chromatographie. Am Berufskolleg Uerdingen lernen die Schüler das Stofftrennungsverfahren gleich dreifach auf außergewöhnliche Weise kennen: In einem – von der Bayer-Bildungsstiftung mit 13.535 Euro unterstützen – Chemie-Experimentalprojekt werden die Themen Dünnschicht-Chromatographie, Säulen-Chromatographie und Gas-Chromatographie behandelt. In allen Themenbereichen führen die Schüler eigenständig Versuche durch und bewerten Einsatzmöglichkeiten und Bedeutung des Verfahrens – beispielsweise bei der Überprüfung von Gas- und Flüssigkeitsproben oder der Bestandteil-Analyse von Weinen, Fetten oder Schmerzmitteln. „Die Schüler lernen ein modernes Verfahren der instrumentellen Analytik mit großer Bedeutung und Anwendungsvielfalt kennen“, erklärt Stefan Cloerkes, Fachleiter Chemie im Technischen Gymnasium des Berufskollegs. „Durch die vielschichtige und praxisnahe Projektkonstruktion fördern wir in besonderem Maße die Experimentier- und Kooperationskompetenz unserer Schüler – und hoffen damit auch ihre Neugier auf eigenständige Forschungstätigkeiten zu wecken.“
Ein paar Wischer auf dem Smartphone und wir werden richtig verbunden, ein Knopfdruck auf der Kaffeemaschine und der Latte Macchiato wird serviert – doch kaum jemand macht sich bewusst, wie viele elektronische Steuerungsprozesse dafür im Hintergrund benötigt werden. Es ist das Thema eines zweiten aktuellen Projekts, mit dem sich das Krefelder zdI-Zentrum <link http: www.kremintec.de _blank>"KReMINTec e.v." mit Sitz am Uerdinger Berufskolleg befasst. „Wir möchten Schüler aus ganz Krefeld für den Bereich Steuerungstechniken begeistern und das Interesse an entsprechenden Studiengängen und Ausbildungen fördern“, verrät Hans-Jürgen Steffens, Leiter des Berufskollegs, das Hauptziel des Projekts. „Damit wollen wir dem zukünftigen Fachkräftemangel in den MINT-Bereichen entgegenwirken. Im Fokus des Projekts stehen vor allem Schülergruppen, die gerade in diesem Bereich stark unterrepräsentiert sind: Mädchen und aufstiegswillige Migranten“, führt Steffens fort. Mögliche Berührungsängste mit dem technischen Thema bauen die Projekt-Initiatoren unter anderem per „Blinklicht“ ab. Dieses löten die Schüler, die aus allen Krefelder Schulen das Kursangebot von KReMINTec wahrnehmen können, selbst zusammen und nehmen es anschließend als positives Unterrichtsergebnis mit nach Hause. Das Projekt bezuschusst Bayer mit 7.000 Euro.
Quelle: leicht verändert aus: <link http: www.bayer-stiftungen.de de>www.bayer-stiftungen.de/de/News-Detail.aspx