Die Leistungskurse Chemie der Stufen 12 und 13 besuchten Mitte März den Chemiepark in Uerdingen in direkter Nachbarschaft des BKU.
Zunächst gab es eine Einführung in die Konzeption eines Chemieparks, die ansässigen Firmen und die Geschichte des Standorts Uerdingen.
Im Anschluss wurden dann Produktionsbetriebe der Firma LANXESS besucht.
Als erstes ging es in den Chlorierbetrieb. Hier wird Chlor mit Toluol zur Reaktion gebracht. Ein Vorgang, den die Schüler sonst nur im Labormaßstab im Unterrichtsraum kennen. Hier konnte man- geführt vom Betriebsleiter Dr. Merz - beeindruckt beobachten, wie die technische Umsetzung funktioniert. Pro Jahr werden 50000 Tonnen Chlor verarbeitet (das sind etwa 500 Liter Chlorgas pro Sekunde!). Das Dach des Betriebs bot eine imposante Übersicht über das ganze Areal des Chemieparks.
Die Schüler/inen hatten auch die Möglichkeit, die Messwarte und Labore zur Betriebsanalytik kennen zu lernen.
Danach ging es zu Fuß unter Rohrbrücken und an brummenden Betrieben und Apparaten vorbei zur Adipinsäureproduktion. Dieser Betrieb war erst vor wenigen Wochen in der Presse, weil es hier gelungen ist, das klimaschädliche Lachgas, das bei der Produktion als Nebenprodukt anfällt, durch eine neue Anlage vollständig unschädlich zu machen.
In drei Gruppen wurden die 26 Schüler/innen - angeleitet von Dr. Mix - durch die verschiedenen Etagen geleitet und lernten so den Produktionsprozess vom Cyclohexanol bis zur fertigen Adipinsäure (in Lebensmittelqualität) kennen. Statt im Labormaßstab in gramm ging es hier um Tonnen und den Weltmarkt. So kam das Gespr�ch auch auf die aktuelle Sitation der Weltwirtschaft und die damit verbundenen Probleme für den Absatz der chemischen Industrie.
Eine Werksrundfahrt unter der Leitung der Besucherbetreuerin Frau Dr. Fischler rundete das Programm ab. Besonders auffällig war dabei, wie in großen Chemieparks alle Anlagen und Betriebe aufeinander angewiesen und vernetzt sind.
Die Exkursion fand unter Leitung der Kollegen Cloerkes und Schlomberg statt. Sie stand im Kontext der regelmäßigen Kontaktarbeit des Technischen Gymnasium zu Hochschulen und Betrieben in der Umgebung.
Impressionen aus dem Chemiepark, wo man leider keine Fotos machen darf: