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ERASMUS+ Auslandspraktikum - ein Erfahrungsbericht

Pavel Kuznetsov, Absolvent der Höheren Technikschule (HT), absolvierte 8-wöchiges Betriebspraktikum in Südfrankreich

Pavel Kuznetsov bei der Arbeit in seinem Praktikumsbetrieb in Südfrankreich

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Nach der erfolgreich Fach-Abitur-Prüfung beteiligte sich Pavel Kuznetsov aus der Höhren Technikschule an dem Programm ERASMUS+. Ihn führte dieses Angebot der Europäischen Union zur Förderung der beruflichen Bildung im vergangenen Sommer für 8 Wochen nach Südfrankreich in die Stadt Perpignan. Jetzt besucht Pavel das Technische Gymnasium des BKU, auch sein "Voll-Abitur" zu machen mit Schwerpunkt Informatik/Mathematik

Interessenten können sich bei Frau von Reis über erasmus+ am BKU und das "mobility"-Programm informieren,


Hier der Erfahrungsbericht von Pavel Kuznetsov
a) als Videoversion einer Präsentation (20 MB) mp4 Datei

und b) als Textversion:

Am 06.06.21 habe ich mein „Mobility“ von Erasmus+ angefangen. Die Reise nach Perpignan dauerte 14 Stunden. Perpignan ist eine wunderschöne Stadt in Südfrankreich, 15 Kilometern vom Strand entfernt, umringt von riesigen Bergen.

Bei der Ankunft wurde ich von Alfmed in meine Wohngemeinschaft gebracht. (Alfmed ist ein Unternehmen in Perpignan, das mit dem Erasmus-Programm kooperiert.) In der WG habe ich meine neuen Mitbewohnern kennengelernt, mit denen ich in den nächsten acht Wochen die Umgebung kennenlernen konnte. Sie stammten aus verschiedensten Ländern: aus Finnland, Italien, Deutschland, USA und Frankreich. Jeder konnte English sprechen, deswegen gab es keinen Problemen mit der Kommunikation.

An den ersten drei Tagen habe ich die Französisch-Sprachkurse besucht. Ich hatte vor dem Praktikum fast keine Französischkenntnisse. Die 7,5 Stunden mit einem netten Lehrer gingen sehr schnell vorbei. Glücklicherweise gab es aber auch überall englischsprachige Menschen.

Die nächsten 7,5 Wochen habe ich ein Praktikum absolviert in dem französischen Unternehmen „Caustier by STC“. Dort werden Fließbänder für Obst und Gemüse produziert. In den ersten zwei Wochen arbeitete ich an den Press-, Fräs-, Dreh- und Bohrmaschinen. In dieser Zeit habe ich alle Mitarbeiter kennengelernt, mit denen ich später gearbeitet habe. Meine Kollegen haben mir Französisch beigebracht. Manche haben mich gezwungen Französisch zu sprechen, was auch gut war, da ich so viel lernen konnte. In den folgenden zwei Wochen habe ich Metallteile zusammengebaut. Das habe ich nicht allein gemacht, bei mir waren noch andere Praktikanten aus Frankreich und natürlich die ausgebildeten Mitarbeiter. Es war eine schöne Zeit, in der ich den mechanischen Teil von Fließbändern verstanden habe.

Die letzten vier Wochen arbeitete ich im Bereich Elektrotechnik und Informatik, was ich auch in der Zukunft studieren möchte. Ich habe mitgeholfen bei der Entwicklung von einer neuen „VisualBox“. Es ist eine intelligente Maschine, die das Obst und Gemüse nach Reifegrad sortiert. Das Programm für diese Maschine wurden auch von „Caustier“ entwickelt.

In der Freizeit war ich immer irgendwo unterwegs mit meinen Mitbewohnern, an den Wochenenden waren wir an den Stränden, in Museen, Kinos und Parkanlagen, Bars oder Restaurants. Wir haben auch einen Ausflug in die Berge organisiert. Die Mitbewohner, die ihr Praktikum beendet hatten, sind nach Hause zurückgekehrt und eine neue italienische Gruppe ist eingezogen. Es gab auch die Möglichkeit mit denen Italienisch zu lernen, aber damals war ich schon mit Französisch und Englisch beschäftigt.

Die Zeit ging sehr schnell vorbei. Mit meinen neuen Freunden habe ich vieles erlebt und sehr viel Spaß gehabt. Während des Praktikums habe ich meine Sprachkenntnisse verbessert und meine sozialen und technischen Fähigkeiten sind gestiegen. Die sprachlichen Barrieren wurden überwunden.

Ich bin sehr dankbar dafür, an „Erasmus+“ teilgenommen zu haben und danke auch „Alfmed“ für die Unterstützung, ohne das BKU hätte ich darüber gar nichts gewusst!