Informationsplattform des Berufskollegs Uerdingen

Umwelttechnik konkret: Abwasserreinigung

Schüler*innen des Technischen Gymnasiums besuchten Klärwerk des Chemieparks in Uerdingen

Die TG71 vor Tor 1 des Chemparks in Uerdingen

Der Chemiepark aus der Vogelperspektive

Die Kläranlage (Quelle google-maps)

Schon gegen 8.45 Uhr hatten sich die etwa 15 Teilnehmer*innen aus dem Leistungskurs Chemie der Klasse TG71 vor Tor 1 des Chemieparks eingefunden. Nach Kontrolle durch den Werksschutz wurde die Gruppe von Frau Palmert von der Chempark-Besucherbetreuung begrüßt. Sie begleitete kompetent durch das Besuchsprogramm.

Anschließend gab es durch den Leiter des "Büros Bürgerdialog" des Chemieparks, Herrn Mario Bernards, eine Einführung in die Konzeption und die Geschichte des Chemparks in Uerdingen, den man ja von früher nur als "Bayerwerk" kannte. Er informierte auch über Karriereaussichten im Bereich Chemie und die Bedeutung der Akzeptanz der chemischen Industrie durch die Bürger vor Ort. Dabei stellte er auch das Nachbarschaftsbüro CHEMPUNKT am Uerdinger Marktplatz vor und lud die Schüler*innen ein, sich dort jederzeit über das Berufsfeld Chemie und die CHEMIE-Berufschancen zu informieren.

Danach ging es mit dem Bus zur Kläranlage, die außerhalb des eigentlichen Chemieparks direkt am Rhein gelegen ist.

Das Besondere an der Abwasserreinigung des Chemieparks besteht darin, dass hier nicht übliche Abwässer gereinigt werden, wie sie aus den Haushalten stammen. Denn im Klärwerk eines Chemieparks werden nur die Abwässer aus den Produktionsbetrieben gereinigt. Und diese Abwässer können auch mit Chemikalien belastet sein, die normale Kläranlagen nicht reinigen könnten.

In der Messwarte erfuhren die Teilnehmer*innen von Herrn Schotes, wie die Kläranlage aufgebaut ist, welche Anlagenteile es gibt und welche Aufgaben diese Teile haben (Neutralisation, Vorklärbecken, Belebtbecken, Nachklärung, Dortmund-Brunnen und Flotation). Viele Inhalte waren dabei aus dem Unterricht Umwelttechnik von der Theorie her schon bekannt - hier wurde es jetzt praktisch/konkret.

Über die Ausmaße der Kläranlage, die von dem Chempark-Betreiber currenta verantwortet wird, konnte man sich beim Rundgang einen Eindruck verschaffen. Die meisten Becken sind aber "gedeckelt", sodass man die Bakterien bei der Arbeit weder sehen noch riechen konnte.

Bei der sich anschließenden Werksrundfahrt durch den ganzen Chemiepark informierte Frau Palmert über die beeindruckenden und vielfältigen Produktionsbetriebe und Produkte der großen Firmen LANXESS AG, Venator und Covestro AG. Sie konnte dabei aufzeigen, was das Besondere an einem Verbundstandort in der chemischen Industrie ausmacht und inwiefern alle Betriebe auf dem Gelände irgendwie voneinander abhängen, sich zuarbeiten oder Produkte weiterverarbeiten. Für die Schülerinnen und Schüler eine bereichernde Erfahrung:

         
 "Das ist mal etwas ganz anderes als Unterricht im Chemielabor, wenn man sieht, wie die Prozesse in der Großchemie umgesetzt werden", so Julia Wegers aus der TG71.

 

Die Exkursion wurde begleitet von Herrn Cloerkes. Sie fand statt im Rahmen der regelmäßigen Kontaktarbeit des Technischen Gymnasiums zu Industriebetrieben und Universitäten/Hochschulen der Umgebung.